Mały Bacuch ist ein steiler, bewaldeter Hang des Grzybowiec in der Westtatra, von dem nur wenige Wanderer je gehört haben — genau diese Wildheit und Unzugänglichkeit macht den Ort so besonders. Hier gibt es keine bequemen Wege oder Touristenmassen, nur eine urwüchsige, waldige Ecke, die den Bergbewohnern jahrhundertelang als Weide für Schafe und Rinder diente.
Der Hang fällt vom Bacuch-Pass hinab zur Mała Dolinka, dem oberen Teil des Strążyska-Tals. Auf der orographisch linken Seite grenzt er an den Wielki Bacuch, rechts wird er von der Warzecha-Rinne begrenzt. Die Herkunft des Namens ist ungeklärt — laut Mariusz Zaruski leitet er sich vom deutschen Wort Bahnzug ab, ein möglicher Hinweis auf deutsche Bergarbeiter, die hier und in der Umgebung des Giewont im frühen 16. Jahrhundert tätig waren. Die Große Tatra-Enzyklopädie hält die tatsächliche Herkunft des Namens Bacuch jedoch für unbekannt. Heute ist das Gebiet dicht bewaldet, touristisch nicht zugänglich und ohne markierte Wege.
Wie man den Gipfel erreichtHeute existiert dieser Ort vor allem in alten Karten und Erzählungen — ein stiller Zeuge früherer Weidewirtschaft und vermeintlicher deutscher Bergbautätigkeit, verborgen im Dickicht des Tatra-Waldes.