Der Eisberg ist ein stilles, waldbedecktes Hügelchen in der Östlichen Oberlausitz in Sachsen und bringt es auf 330 Meter über dem Meeresspiegel. Was ihn aus der flachen Umgebung heraushebt, ist seine vulkanische Entstehungsgeschichte: Die charakteristische Kuppe bildete sich, als Nephelinbasanitlava über einem alten Vulkanschlot aufstieg, erstarrte und zu einem markanten Hügel wurde. Wer Geologie liebt oder einfach einen ruhigen Waldspaziergang sucht, ist hier genau richtig.
Die gesamte Kuppe des Eisbergs ist heute von einem dichten Stieleichenwald und Dornengebüsch bewachsen, was dem Berg einen naturbelassenen, fast verwunschenen Charakter verleiht. Im Sommer spendet das Blätterdach angenehmen Schatten, im Herbst leuchten die Eichen in satten Ocker- und Goldtönen. Unmittelbar benachbart, nur 400 Meter in südöstlicher Richtung, erhebt sich der Lange Berg — die beiden Hügel lassen sich wunderbar zu einem kurzen Ausflug verbinden. Der Eisberg liegt direkt an der Bundesstraße 178, westlich von Großhennersdorf, und ist damit sehr leicht erreichbar.
Anfahrt und AufstiegFrüher wurden am Eisberg gleich zwei Steinbrüche betrieben, die die umliegenden Ortschaften mit Baumaterial versorgten — heute hat sich der Wald alles zurückerobert, und nur der vulkanische Basanit unter den Baumwurzeln erinnert an die bewegte Geschichte dieses bescheidenen, aber geologisch faszinierenden Hügels.