Der Sonnenhübel ist mit 469,3 Metern kein imposanter Gipfel, aber genau das macht ihn charmant: Fast vollständig verhüllt vom Königsholz, einem der geschichtsträchtigsten Wälder der östlichen Oberlausitz, lädt er zu einer ruhigen Wanderung abseits touristischer Pfade ein.
Das Königsholz erstreckt sich über rund 600 Hektar naturnahen Laubmischwald. Am Südwesthang dominiert Buchenwald mit Beimischung von Esche und Bergahorn, während im feuchteren Nordausläufer Birke, Espe und Stieleiche stellenweise Mischbestände bilden. Am Nordhang des Sonnenhübels durchbrechen markante Phonolithplatten den Boden — die sogenannten Steinklunsen, Zeugen eines alten Deckenergusses, der auch den nahen Birkberg und Geiersberg prägte. Im Frühling und Sommer wirkt der Wald dicht und lebendig, im Herbst leuchtet das Buchenlaub golden, und im Winter verwandeln sich die Ringstraßen in ruhige, verschneite Wege.
Wie man zum Gipfel kommt
Praktische Informationen
Seinen Namen Königsholz verdankt der Wald einer Sage: Der junge böhmische Prinz Wenzeslaus, entmachtet und bei einem Zittauer Schuster aufgewachsen, soll sich genau hier als rechtmäßiger König zu erkennen gegeben haben — eine schöne Geschichte, die dem stillen Sonnenhübel einen königlichen Touch verleiht.