Das Schloss Lindau (tschechisch Lipová) ist eine beeindruckende Barockruine in einem stillen Grenzdorf im Bezirk Děčín - eines der bekanntesten gefährdeten Denkmäler Tschechiens. Dachlos und verwittert, beeindruckt es dennoch durch seine imposante Größe und wechselhafte Geschichte.
Erbaut in den 1730er Jahren unter Graf Leopold Antonín Salm-Reifferscheidt, vermutlich nach Plänen des italienischen Architekten Girolamo Costa, hat das Schloss seine ursprüngliche Form weitgehend bewahrt - trotz Jahrzehnten des Verfalls. Die eingestürzten Dächer und freiliegenden Dachstühle verleihen dem Ort eine fast melancholische Atmosphäre inmitten der ruhigen Landschaft. Der ehemalige Schlosspark, in den letzten Jahren vom Gestrüpp befreit, offenbarte überraschend einen barocken Brunnen und lädt zu einem stimmungsvollen Spaziergang ein, besonders im Herbstlicht oder an nebligen Morgen.
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Praktische Informationen
Interessant: Das Schloss soll sieben Treppen, zwölf Kamine, 52 Zimmer und 365 Fenster und Türen haben - passend zu den Tagen, Monaten, Wochen und Tagen des Jahres.