Der Tännichtberg (461,2 m) ist ein unscheinbarer, aber charaktervoller Gipfel im Lausitzer Bergland, direkt an der deutsch-tschechischen Grenze zwischen Sohland an der Spree und Wehrsdorf. Wer ruhige Waldwanderungen abseits des Trubels sucht und sich gleichzeitig für lokale Geschichte interessiert, wird hier fündig.
Der Berg gehört zu einem breiten Bergrücken der dritten Bergkette des Lausitzer Berglandes, umgeben von ähnlich hohen Gipfeln wie der Prinz-Friedrich-August-Höhe, dem Kinderberg und dem Petersberg. Die Hänge sind vom weitläufigen Waldgebiet Tännicht bedeckt, das einst Teil des historischen Grenzwaldes zwischen der Oberlausitz und Böhmen war. Am Osthang besteht seit den 1970er Jahren ein Wintersportzentrum mit Schanzen und Schlepplift, das im Winter Leben in die Gegend bringt, während im Sommer und Herbst eher beschauliche Ruhe zwischen Wald und Bachtälern herrscht.
Wie man zum Gipfel kommt
Praktische Informationen
Am Ost- und Südosthang wurden im 19. Jahrhundert Steinbrüche betrieben, und im Quellgebiet des Tännichtwassers grub man Torf — heute kaum vorstellbar, wie geschäftig es hier einst zuging.