Auf einer felsigen Anhöhe namens Galgenberg, direkt über der Straße zwischen Děčín und Hřensko, steht eine verlassene Kirche mit einer bewegten Geschichte. Kein klassisches Wanderziel, aber für Liebhaber verlassener Orte und wechselvoller Geschichte ein spannender Zwischenstopp nahe des Kvádrberk.
Das pseudoromanische Kirchenschiff mit seinem markanten modernen Turm steht heute dachlos und mit vermauerten Fenstern da — ein Zeugnis des Brandes von 1989. Die Stimmung hier ist still und etwas melancholisch, besonders im Herbst und Winter, wenn kahle Bäume den felsigen Untergrund freigeben. Von der Anhöhe aus blickt man über den nördlichen Rand von Děčín und die bewaldeten Hänge Richtung Kvádrberk.
AnfahrtÜber die Jahrzehnte wechselte die Kirche mehrfach Besitzer und Funktion — von Altkatholiken über die Tschechoslowakische Hussitische Kirche und orthodoxe Umsiedler aus der UdSSR bis hin zum Möbeldepot eines Museums, bevor sie ausbrannte.