Die Siklawica ist einer der schönsten Wasserfälle der Westlichen Tatra — ein zweiteiliger Wasserfall, der nahezu senkrecht die Felswände unter der Nordwand des Giewont hinabstürzt. Schon seit den Anfängen des Tatra-Tourismus zieht dieses Naturwunder Besucher in seinen Bann, und das Rauschen des Wassers sowie die kühle Luft in der engen Mała Dolinka (Kleines Tälchen) hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
Der Wasserfall besteht aus zwei Hauptstufen, die jeweils 12 Meter tief unter einem Winkel von fast 80 Grad abstürzen. Etwas oberhalb verbirgt sich eine dritte Kaskade von 9 Metern. Zwischen den beiden Hauptstufen befindet sich ein Felsabsatz mit einem sogenannten Gumpen — einer durch die Kraft des Wassers und mitgerissener Gesteinsbrocken ausgehöhlten Mulde. Im Frühjahr und nach starken Regenfällen ist die Siklawica am imposantesten. Im Sommer spendet der Platz angenehme Kühle, und im Herbst leuchten die Wälder des Tälchens in warmen Gold- und Rottönen.
Anreise und ZugangSchon 1849 schwärmte der Naturforscher Ludwik Zejszner, die Siklawica sei 'in jeder Hinsicht sehenswert' — ein Urteil, das bis heute gilt.