Auf dem Marktplatz von Neustadt in Sachsen steht ein unscheinbares, aber geschichtsträchtiges Denkmal - die kursächsische Postmeilensäule aus dem Jahr 1729. Sie gehört zu den zahlreichen Distanzsäulen, die einst die alten Postrouten Sachsens markierten, und lädt zu einem kleinen Zwischenstopp beim Bummel durch die Stadt am Rande der Sächsischen Schweiz ein.
Die Säule steht fast genau an ihrem ursprünglichen Standort an der Ostseite des Rathauses. Der Marktplatz mit seinen alten Häusern und der ruhigen Kleinstadtatmosphäre macht den Besuch zu einer angenehmen kurzen Pause während einer längeren Wanderung durch die Region Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Im Sommer herrscht auf dem Platz reges Treiben, im Winter wirkt die Säule vor schneebedeckten Dächern besonders historisch und still.
Wie man hinkommtSie ist eines von vielen solcher Denkmäler, die im Auftrag von Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen durch Land- und Grenzkommissar Adam Friedrich Zürner errichtet wurden, um Reisenden die Entfernungen auf den sächsischen Poststraßen zu verdeutlichen.