Der Hungerstein ist ein kleiner Fels im Flussbett der Elbe in Děčín und gilt als eines der ältesten hydrologischen Denkmäler Mitteleuropas. Bei niedrigem Wasserstand treten in den Stein gemeißelte Jahreszahlen und Inschriften zutage, die von Dürreperioden und Not vergangener Jahrhunderte erzählen.
Kein Berg, kein Gipfel - sondern ein faszinierendes Stück Geschichte mitten im Fluss. Am besten besucht man ihn bei niedrigem Wasserstand, wenn der Stein über die Wasseroberfläche ragt und man die alten Zeichen lesen kann, darunter die berühmte deutsche Inschrift 'Wenn du mich siehst, dann weine' sowie einen jüngeren tschechischen Reim, der vor Trockenheit warnt. Ein Spaziergang am Elbufer unterhalb der Tyrš-Brücke ist zu jeder Jahreszeit angenehm, besonders reizvoll jedoch im Spätsommer und Frühherbst, wenn der Wasserstand oft am niedrigsten ist.
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Praktische Informationen
Der Legende nach würde, sollte der Stein durch den Bau einer Staustufe unterhalb von Děčín für immer unter Wasser verschwinden, eine Zeit dauerhaften Wohlstands anbrechen - bislang jedoch taucht der Hungerstein immer wieder auf und erinnert an die Dürren vergangener Zeiten.