Das Große Zittauer Fastentuch ist eines der größten erhaltenen Hungertücher weltweit - ein riesiges, handgemaltes Leinentuch aus dem Jahr 1472, das Kriege, jahrzehntelanges Verschwinden und sogar den Missbrauch als Saunaabdichtung überlebt hat. Heute ist es die Hauptattraktion des Museums Kirche zum Heiligen Kreuz in Zittau und ein lohnender Zwischenstopp für alle, die das Zittauer Gebirge erkunden.
Zittau liegt direkt am Fuß des Zittauer Gebirges, sodass sich ein Besuch des Fastentuchs gut mit einer Wanderung zum Hochwald oder Oybin kombinieren lässt. Die Stadt selbst strahlt eine ruhige, historische Atmosphäre aus, und die Kirche zum Heiligen Kreuz liegt zentral im Stadtkern. Im Sommer ist es ein angenehmer Rastpunkt nach einer Wanderung, im Winter ein warmer Zufluchtsort mit spannender Regionalgeschichte.
AnreiseDie Geschichte des Tuches ist ebenso dramatisch wie seine Bildwelt - im Zweiten Weltkrieg zerschnitten sowjetische Soldaten es in vier Teile, um damit eine provisorische Waldsauna abzudichten, und erst Jahrzehnte später wurde es wiedergefunden.