Falkenstein, auch Sokolí genannt, ist eine jener Felsenburgruinen, die einen sofort in die Zeit mittelalterlicher Ritter und Raubritter zurückversetzen. In der wilden Landschaft der Böhmischen Schweiz bei Jetřichovice gelegen, bietet diese Sandsteinburg eine ursprüngliche, atmosphärische Begegnung mit direkt in den Fels gehauener Geschichte.
Die Burg stand einst auf einem Sandsteinfelsen, unterhalb dessen sich eine mit Wall und Graben befestigte Vorburg befand. Heute sind in den Fels gehauene Kammern und die Grundmauern weiterer Gebäude erhalten. Durch eine natürliche, später bearbeitete Felsspalte gelangt man auf das Gipfelplateau, von dem sich ein herrlicher Blick über die bewaldeten Hügel der Böhmischen Schweiz eröffnet — besonders reizvoll im Herbst, wenn sich die Wälder golden färben, oder im Winter, wenn Raureif den Sandstein bedeckt. Es ist ein Ort, an dem Stille und wilde Natur dominieren, unterbrochen nur vom Ruf eines Greifvogels — passend zum falkenhaften Namen des Ortes.
Anfahrt
Praktische Informationen
Die erste schriftliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1395, und ihre späteren Besitzer, die Berka von Dubá, waren berüchtigt für ihre Raubzüge in die Lausitz — ein Beweis dafür, dass dieser heute so ruhige, malerische Ort einst eine deutlich wildere Vergangenheit hatte.