Auf dem Gottesberg (554 m) über Verneřice stand einst eine der bedeutendsten barocken Wallfahrtskirchen Nordböhmens. Heute sind nur noch die Fundamente inmitten stiller Wälder erhalten, doch der Ort zieht weiterhin jene an, die vergessene Kulturdenkmäler und bewegte Grenzlandgeschichte suchen.
Der bewaldete Hügel wirkt ruhig und nachdenklich - kaum vorstellbar, dass hier im 18. Jahrhundert jährlich tausende Pilger zusammenkamen. Im Frühling und Sommer taucht der umliegende Wald in sattes Grün, im Herbst leuchtet er in warmen Farben, und im Winter herrscht eine fast andächtige Stille, die der bewegten Geschichte des Ortes eine besondere Schwere verleiht. Ein lohnendes Ziel für Liebhaber verlassener Bauwerke und deutsch-tschechischer Regionalgeschichte.
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Kaum zu glauben: 1741 kamen mehr als zehntausend Pilger allein in diesem einen Jahr hierher - heute erinnert nur noch eine stille Waldlichtung daran.