Der Ronov ist ein markanter, kegelförmiger Basaltberg am westlichen Rand des Ralská-Hügellandes, der schon von Weitem ins Auge fällt. Auf seinem Gipfel thronen die Ruinen einer mittelalterlichen Burg, während seine Hänge seltene Blockschutthalden und Schuttwälder verbergen — eine spannende Mischung aus Geschichte und wilder Natur.
Der Berg entstand als vulkanischer Förderschlot aus nephelinischem Basanit und ist heute geprägt von steilen, mit Bergahorn bewachsenen Schutthängen, die weiter oben in Eichen-Hainbuchen-Wald übergehen. Im Frühsommer blüht auf dem Berg eine große Population der Türkenbund-Lilie, und zwischen den Felsen lässt sich mit etwas Glück die seltene Glattnatter beobachten. Die Atmosphäre der zerfallenen Gipfelburg zusammen mit den weiten Ausblicken macht den Ronov zu jeder Jahreszeit zu einem lohnenden Ziel.
Anfahrt zum GipfelIn den Schutthalden lebt der seltene Laufkäfer Leistus montanus sowie eine endemische Regenwurmart — kleine Details, die den Ronov nicht nur für Burgenfreunde, sondern auch für Naturbeobachter interessant machen.