Der Vlhošť (614 m ü. M.) ist der markanteste Gipfel der Polomené hory in Nordböhmen und zugleich der höchste Punkt des Landschaftsschutzgebiets Kokořínsko – Máchův kraj. Ein einsamer, bewaldeter Vulkankegel, der sich unverkennbar über die umliegenden Sandsteinlandschaften erhebt — und ein lohnendes Ziel für Naturfreunde und Wanderer gleichermaßen.
Der Berg besteht aus Phonolith (Sodalit-Phonolith), der vor rund 31 Millionen Jahren den umgebenden Sandstein durchbrochen hat und dem Vlhošť sein steiles, eigenständiges Profil verleiht. Der gesamte Gipfelbereich ist bewaldet — Buchenwälder, Kiefernwälder, Heideflächen und Flechten prägen das Bild. Große Fernsichten gibt es vom Gipfel selbst nicht, dafür entschädigt das Naturschutzgebiet mit einer beeindruckenden Stille und Artenvielfalt: Wanderfalke und Hohltaube brüten hier, im Herbst leuchtet die Buche in sattem Gold. Am West- und Südwesthang laden mächtige Sandsteinfelsterrassen zum Klettern ein.
AufstiegsmöglichkeitenUrkundlich erwähnt wurde der Vlhošť erstmals 1406 als 'in Wlhossti' — der Name geht vermutlich auf den slawischen Personennamen Vělgost zurück und erinnert daran, dass dieser stille Waldberg eine ebenso vielschichtige Geschichte wie seine Geologie hat.