Die Burg Stolpen ist eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten Sachsens — eine mittelalterliche Felsenburg auf vulkanischem Basaltgestein, die im Laufe der Jahrhunderte als Bischofsresidenz, Renaissanceschloss, Landesfestung und Gefängnis diente. Nur 27 Kilometer östlich von Dresden gelegen, thront sie auf 356 Metern über NN unmittelbar über dem historischen Stadtkern von Stolpen und lädt zu einer Reise durch mehr als acht Jahrhunderte Geschichte ein.
Das Besondere an Stolpen ist das Zusammenspiel von beeindruckender Architektur und außergewöhnlicher Geologie. An der Westseite des Burgberges treten die kantigen Säulen des Basanits deutlich hervor — ein Zeugnis vulkanischer Tätigkeit vor rund 30 Millionen Jahren. Beim Gang durch die vier Burghöfe, vorbei an Türmen, Mauerresten und originalen Kanonen aus dem 17. Jahrhundert, spürt man die Schichten der Zeit unmittelbar. Die Atmosphäre ist romantisch und leicht melancholisch, besonders im Herbst, wenn Nebel über die sächsische Hügellandschaft zieht.
AnreiseDie bekannteste Bewohnerin der Burg war Gräfin Constantia von Cosel, Mätresse Augusts des Starken, die hier fast ein halbes Jahrhundert lang gefangen gehalten wurde und 1765 in der Burgkapelle bestattet wurde — ihre Geschichte verleiht Stolpen eine menschliche Tiefe, die weit über Stein und Mörtel hinausgeht.