Szczerbina nad Igłami ist eine unscheinbare, aber äußerst stimmungsvolle Scharte mitten im Hauptkamm der Tatra, genau auf der polnisch-slowakischen Grenze gelegen. Ein Ort für erfahrene Bergsteiger, die die wilden, abgelegenen Winkel des Gebirges abseits markierter Wanderwege schätzen.
Die Scharte trennt die Cienka Igła vom nordwestlichen Gipfel des Mięguszowiecki Szczyt Pośredni und bildet einen der markantesten Abschnitte des Grats der Mięguszowieckie-Gipfel. Die Umgebung wirkt roh und ursprünglich alpin - steile Wände, schroffe Türme und Ausblicke auf beide Seiten der Grenze vermitteln das Gefühl, auf dem Dach der Tatra zu stehen. Auf der polnischen Seite fällt von hier ein Kamin ab, der den höchsten Abschnitt der Rynna Komarnickich bildet - ein Abschnitt, den Kletterer wegen seiner technischen Herausforderung schätzen. Im Winter ist das Gelände nur erfahrenen Alpinisten mit entsprechender Ausrüstung zugänglich, im Sommer verlangt es dennoch gute Kondition und Schwindelfreiheit.
Wie man zum Aussichtspunkt gelangt
Praktische Informationen
Der Name Szczerbina nad Igłami wurde erst 2003 von Władysław Cywiński in die polnische Bergliteratur eingeführt, während die Erstbegehung bereits am 5. August 1930 von Helena Dębińska und Justyn Wojsznis gelang - ein interessantes Beispiel dafür, wie ein Ort lange bekannt war, bevor er seinen Namen erhielt.