Die Tyssaer Wände sind ein beeindruckendes Sandstein-Felsenstädtchen im westlichsten Teil des Elbsandsteingebirges — ein 'miniaturhaftes Labyrinth, schön wie ein felsiges Puppentheater', wie ein Schriftsteller es einmal treffend beschrieb. Türme, Tunnel, Spalten und Nischen warten auf alle, die Natur, Geschichte und Abenteuer in einem erleben möchten.
Einzelne Felsformationen ragen bis zu 70 Meter in die Höhe, der höchste Punkt des Massivs liegt auf 613 Metern über dem Meeresspiegel. Oberhalb der Felsen erstreckt sich das Plateau 'Nad stěnami' (623 m) mit weitem Panoramablick nach Südosten und Südwesten. Das Gelände ist zu jeder Jahreszeit reizvoll: Im Frühling erwacht die Vegetation in den Felsspalten, im Sommer bieten die kühlen Sandsteingänge willkommenen Schatten, und im Herbst rahmen bunte Blätter die grauen Türme malerisch ein. Durch beide Teile des Felsenstädtchens führt ein gut ausgeschilderter Lehrpfad.
AnreiseJahrhundertelang glaubten die Dorfbewohner, die bizarren Felsformationen seien das Werk des Teufels — erst Dichter, Adlige und Maler der Romantik öffneten Ende des 18. Jahrhunderts den Weg in dieses natürliche Wunderland.