Der Sattelberg (723 m ü. NHN), auf Tschechisch Špičák, ist ein geologisches Kleinod im östlichen Erzgebirge — ein Gipfel, an dem Basalt durch uralte Sandsteine und Gneise gebrochen ist und dabei Höhlen, Schuttfelder, Felsbögen und bizarre Gesteinsformen hinterlassen hat. Wer Natur abseits des Trubels sucht, ist hier genau richtig.
Die Gipfelregion ist von gut ausgebildetem Hainsimsen-Buchenwald bedeckt, und die Felsformationen verleihen der Landschaft einen wilden, ursprünglichen Charakter. Im Frühjahr blühen in den Schutzgebietswiesen seltene Arten wie die Sibirische Schwertlilie, die Türkenbundlilie, das Gefleckte Knabenkraut und die Wald-Nelke — mehrere davon stehen auf der Roten Liste der Tschechischen Republik. Auch seltene Vögel wie Schwarzstorch, Rotmilan und Birkhuhn wurden hier nachgewiesen. Im Herbst färben sich die Buchen goldgelb und tauchen die ganze Gegend in eine stille Magie.
Anstieg zum GipfelGeologisch gesehen ist der Sattelberg der am weitesten westlich gelegene Kreide-Denudationsrest im Kammbereich des Erzgebirges — ein stiller Zeuge der vulkanischen und erosiven Kräfte, die diese Landschaft über Jahrmillionen geprägt haben.