Der Pieniny-Nationalpark ist zwar der kleinste Nationalpark der Slowakei, doch wer ihn besucht, erlebt eine der dramatischsten Flusslandschaften der Karpaten: tiefe Kalksteinschluchten, schroffe Felswände und den wilden Dunajec, der sich in mächtigen Mäandern durch das Gestein gräbt. Hier verbinden sich Natur, Kultur und eine grenzüberschreitende Naturschutzgeschichte zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Das Herzstück des Parks ist der Dunajec-Durchbruch, wo der Fluss vier tiefe Mäander in die Kalksteinfelsen schneidet — ein Anblick, der zu jeder Jahreszeit beeindruckt. Der Kamm der Kleinen Pieninen verläuft direkt entlang der polnisch-slowakischen Grenze und erreicht am Vysoké skalky eine Höhe von 1.050 m. Im Frühling blühen hier endemische Pflanzen wie die Pieninen-Chrysantheme, die ausschließlich in diesem Gebiet vorkommt. Die Herbstwälder aus Tannen und Buchen leuchten in sattem Gold und Rot. Das Dorf Červený Kláštor mit seinem markanten roten Kloster ist die Hauptanlaufstelle des Parks und verbindet Naturerlebnis mit Volkskultur und Geschichte.
Anreise und ZugangswegeEin besonderes historisches Kuriosum: Bereits 1932 wurde hier der erste internationale Naturpark Europas ausgerufen — ein gemeinsames slowakisch-polnisches Projekt, das seiner Zeit weit voraus war und bis heute als Symbol grenzüberschreitenden Naturschutzes gilt.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)