Die Jarmuta (794 m ü. d. M.) ist eines der markantesten Massive der Pieninen im Süden Polens — klar abgegrenzt, stimmungsvoll und nahezu vollständig von Wald bedeckt. Wer dem Trubel beliebter Wandergebiete entfliehen möchte, findet hier eine lohnende und kaum besuchte Alternative.
Das Massiv umfasst zwei Hauptgipfel: die Jarmuta (794 m) und die Czuprana (777 m), getrennt durch den Matwijowa-Sattel (763 m). Auf dem Gipfel und den nördlichen Hängen erstreckt sich die Lichtung Andrzejówka — eine helle, offene Wiese inmitten des dichten Waldes, von der aus sich ein schöner Blick auf den Radziejowa-Kamm im Beskid Sądecki bietet. Die westlichen Hänge sind mit karpatischem Buchenwald und etwas Kiefer bewachsen, auf den östlichen und nördlichen Seiten dominiert die Fichte. Im Herbst leuchtet der Buchenwald in einem prächtigen Gold und Rot. Geologisch ist der Berg ebenfalls bemerkenswert: Miozäne Andesit-Intrusionen und historische Stollen erinnern an die Goldgräberstimmung des 18. Jahrhunderts, als hier nach Gold und Silber gesucht wurde.
Aufstieg zum GipfelDer Legende nach soll auf dem Gipfel der Jarmuta einst ein heidnischer Tempel gestanden haben, und der Name des Berges soll von einer alten Gottheit stammen — ein geheimnisvolles Detail, das diesem stillen Waldgipfel eine ganz besondere Aura verleiht.