Der Huściawa (818 m ü.d.M.) ist ein stiller, vollständig bewaldeter Gipfel in den Kleinen Pieninen, der genau auf der polnisch-slowakischen Staatsgrenze liegt — ein kleines Abenteuer für sich. Weite Panoramen sucht man hier vergeblich, doch wer den Zauber tiefer Waldwanderungen schätzt, wird diesen sanften Hügelkamm lieben. Moosbedeckte Wege, Vogelgezwitscher und das Gefühl, gleichzeitig in zwei Ländern zu stehen — das ist Huściawa.
Der Gipfel ist rundum von Wald umhüllt, was ihm zu jeder Jahreszeit eine ruhige, beinahe geheimnisvolle Stimmung verleiht. Im Frühling duftet es nach feuchtem Moos und frischem Laub, im Sommer spenden die Buchen angenehmen Schatten, und im Herbst leuchten die Wälder in warmen Gold- und Kupfertönen. Der Kamm, auf dem Huściawa liegt, trennt das Tal des Palkowski-Baches vom Krupianka-Bach und gehört zur Gemeinde Szczawnica in der Woiwodschaft Małopolska.
Anreise zum GipfelInteressant ist die Herkunft des Namens 'Huściawa': Er stammt aus der lemkischen Sprache und bedeutet schlicht 'dichter Wald'. Ein Forscher fragte einst eine Einheimische nach dem Namen des Gipfels — sie beschrieb dabei eigentlich nur, was sie sah. Auf älteren Karten war der Berg als 'Okrągły Wierch' eingetragen. Im Jahr 2016 wurde hier das seltene, geschützte Moos Grünes Koboldmoos (Buxbaumia viridis) entdeckt.