Der Nationalpark Bayerischer Wald ist Deutschlands ältester Nationalpark und ein einzigartiges Stück echter Wildnis mitten in Mitteleuropa. Zusammen mit dem tschechischen Nationalpark Šumava bildet er die größte zusammenhängende Waldschutzfläche des Kontinents — ein Ort, an dem die Natur wirklich sich selbst überlassen bleibt.
Die Landschaft begeistert zu jeder Jahreszeit. Im Sommer laden kühle Bergmischwälder aus Tanne, Buche und Fichte, geheimnisvolle Hochmoore mit Moorseen wie dem Latschensee und rauschende Gebirgsbäche zur Erkundung ein. Im Herbst leuchten die Hänge in warmem Gold, und im Winter versinken die Hochlagen unter meterhohem Schnee. Der höchste Gipfel des Parks ist der Große Rachel (1453 m), gefolgt vom Lusen (1373 m) und dem Großen Falkenstein (1315 m). Am Lusen krönt ein spektakuläres Silikat-Blockschuttfeld den Gipfel, die Felsen mit Landkartenflechten überzogen — ein lohnender Abschluss jeder Wanderung. Urwaldreste nahe Zwieslerwaldhaus beherbergen Bäume, die auf 600 Jahre geschätzt werden.
Anreise und AusgangspunkteSeit der Gründung am 7. Oktober 1970 gilt hier das Motto 'Natur Natur sein lassen' — was auch bedeutete, den Borkenkäferbefall der 1990er Jahre nicht zu bekämpfen. Das Ergebnis ist heute ein faszinierendes Mosaik aus Totholz, blühenden Lichtungen und einem üppig aufwachsenden Jungwald.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)