Der Scheuereckberg (1193 m) gehört zu den stillen Juwelen im Nationalpark Bayerischer Wald — ein Gipfel, der nicht mit Dramatik prahlt, sondern mit einer fast märchenhaften Weite und Ruhe bezaubert. Wer hier oben ankommt, wird mit einem der schönsten Schachten des gesamten Bayerischen Waldes belohnt.
Der weitläufige Gipfel beherbergt den Jährlingschachten, eine ehemalige Weidefläche, die heute von Heidelbeersträuchern übersät ist und von alten, knorrigen Bergahornen gesäumt wird. Diese Ahorne sind echte Zeitzeugen — sie spendeten dem Weidevieh einst Schatten und stehen heute unter besonderem Schutz. Ein Stück oberhalb der urigen Unterstandshütte — einem idealen Rastplatz — thront auf einem Felsen ein kleines Gipfelkreuz. Der Blick reicht hinüber zum tschechischen Poledník (Mittagsberg), zum Lackenberg und zum Großen Falkenstein. Im Herbst verwandeln die leuchtend roten Heidelbeeren die Fläche in ein farbenfrohes Panorama.
AufstiegsmöglichkeitenDer Jährlingschachten war über Jahrhunderte eine bewirtschaftete Alm — die Bergahorne wurden bewusst gepflanzt, um dem Weidevieh Schatten zu bieten. Heute sind sie ein einzigartiges Zeugnis der traditionellen Schachtenbewirtschaftung im Bayerischen Wald.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)