Der Große Rachel (1452 m ü. NHN) ist der höchste Berg im Nationalpark Bayerischer Wald und nach dem Großen Arber der zweithöchste Gipfel des gesamten Bayerischen Waldes. Wer hier oben steht, versteht sofort, warum er als Hausberg von Frauenau und Spiegelau so geliebt wird.
Die Landschaft rund um den Gipfel erzählt eine eindrucksvolle Naturgeschichte: Seit Mitte der 1990er Jahre hat der Borkenkäfer weite Teile des ehemaligen Fichtenforsts befallen — und der Nationalpark hat bewusst darauf verzichtet, einzugreifen. Heute wächst an seiner Stelle ein vielfältiger Mischwald heran, ein einzigartiges Zeugnis natürlicher Waldentwicklung. Das Gipfelpanorama reicht vom Osser und Arber im Nordwesten bis zum Dreisesselberg im Südosten; bei Föhnlage oder Inversionswetterlage ist die Alpenkette vom Toten Gebirge bis zur Zugspitze zu sehen. Im Winter liegt am Rachel oft meterhoch Schnee — dann empfehlen sich Tourenski oder Schneeschuhe.
Zugänge zum GipfelAuf dem felsigen Gipfel stehen ein Holzkreuz und eine Schutzhütte der Bergwacht — und rund 400 Höhenmeter tiefer liegt der stille Rachelsee, ein lohnender Abstecher auf dem Rückweg.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)