Der Plattenhausenriegel (1376 m ü. NHN) ist ein stiller Grenzgipfel zwischen Bayern und Tschechien — eingebettet zwischen dem Großen Rachel im Westnordwesten und dem Lusen im Südosten, mitten in der Kernzone des Nationalparks Bayerischer Wald. Wer ihn besucht, begibt sich in echte Wildnis abseits markierter Wege.
Der langgestreckte Höhenrücken verläuft quer zur Staatsgrenze, und sein unscheinbarer Gipfel besteht aus einer etwa 5 Meter hohen Felsformation, die aus dem dichten Bergwald herausragt. Die Atmosphäre ist ruhig und ursprünglich — im Sommer grünt der Wald tief und kühl, im Herbst leuchten die Buchen in allen Orangetönen, und das gesamte Gebiet vermittelt das Gefühl, weit weg von allem zu sein. Bereits auf der Landkarte des Philipp Apian aus dem Jahr 1568 ist der Berg als 'Plattenhausen m.' verzeichnet — ein stilles Zeugnis langer Geschichte.
AufstiegsmöglichkeitenAm 20. Juni 1963 stürzten westlich des Plattenhausenriegels auf deutschem Gebiet zwei tschechoslowakische MiG-15-Düsenjäger ab — beide Piloten kamen ums Leben, ein vergessenes Echo des Kalten Krieges in diesen stillen Wäldern.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)