Das Mięguszowiecki-Gletscherchen, auch Mięguszowiecki-Schneefeld genannt, ist eine echte Besonderheit der polnischen Tatra — das größte Firn-Eisfeld, das in den polnischen Hohen Tatra bis heute erhalten geblieben ist, versteckt im dramatischen Felskessel Bańdzioch. Ein Ort, an dem der Winter selbst im Hochsommer nicht ganz weicht.
Das Gletscherchen liegt im oberen Teil des Mięguszowiecki-Kessels, auf einer Höhe von 1973-2035 m, unterhalb des Mięguszowiecki-Passes unter dem Chłopek. Seine Größe schwankt von Jahr zu Jahr, beeindruckt aber dennoch — die kegelförmige obere Zone entsteht vor allem durch Lawinen und Schneerutsche, weniger durch direkten Niederschlag. Der Anblick dieser Eiszunge, umgeben von den senkrechten Felswänden des Bańdzioch, gehört zu den wildesten und ursprünglichsten Szenerien der Hohen Tatra — besonders eindrucksvoll im Frühsommer, wenn der Schnee mit dem dunklen Granit kontrastiert.
Anfahrt
Praktische Informationen
Genau hier war im September 1924 der Bergsteiger Stanisław Krystyn Zaremba unterwegs und hinterließ eine der ersten Beschreibungen dieses Eisphänomens — ein Zeuge einer Zeit, als es in der Tatra noch echte Gletscher gab.