Der See Milada ist eines der eindrucksvollsten Beispiele für Landschaftsrekultivierung in Mitteleuropa — eine ehemalige Braunkohle-Tagebaugrube, die heute als glitzernder Freizeitsee mit einer Fläche von über 252 Hektar strahlt. Wer hierherkommt, erlebt hautnah, wie aus einer Wunde in der Landschaft ein lebendiger Ort der Erholung entstanden ist.
Die Atmosphäre rund um den See ist überraschend weit und offen. Sanft abfallende Ufer, junge Baumpflanzungen und weite Himmelspanoramen verleihen dem postindustriellen Landschaftsbild einen eigenen, fast pionieristischen Charme. Im Sommer herrscht reges Treiben: Badegäste, Segler und Radfahrer bevölkern die Uferpromenaden und Radwege. Im Frühling und Herbst kehrt wohltuende Stille ein, und der Morgennebel über dem Wasser verleiht dem See eine fast mystische Stimmung. Die maximale Tiefe beträgt knapp 25 Meter, und die Wasserqualität — eine natürliche Mischung aus Grund-, Bach- und Regenwasser — wird regelmäßig kontrolliert.
AnreiseBemerkenswert: Im Sommer 2022 diente der See Milada als Wasserquelle für die Luftlöschung der schweren Waldbrände im Nationalpark Böhmische Schweiz — ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie wichtig dieses künstliche Gewässer für die gesamte Region bereits geworden ist.