Die Miętusia-Höhle ist eines der eindrucksvollsten unterirdischen Naturwunder der Tatra — die viertlängste Höhle Polens und Rekordhalterin in horizontaler Ausdehnung mit rund 1.150 Metern. Fast 11 Kilometer erkundete Gänge, unterirdische Seen, Kaskaden, Siphons und beeindruckende Schächte warten auf alle, die sich unter die Erde wagen.
Die Höhle liegt im Miętusia-Tal in der Westlichen Tatra. Ihr einziger Eingang — eine überraschend unscheinbare Öffnung von nur 0,6 × 0,8 Metern — verbirgt sich am Fuß des Dziurawy-Gipfels, zwischen Wielka und Mała Świstówka, auf 1.273 Metern über dem Meeresspiegel. Hinter dieser schmalen Pforte erstreckt sich ein weitläufiges Labyrinth mit einem Höhenunterschied von 305 Metern. Das Höhleninnere beeindruckt mit reichem Tropfsteinschmuck — Stalaktiten, Stalagmiten, Sinterkrusten und seltenen Heliktiten im Bereich des Kaczanosia-Schachts. Der Gotische See und der Smaragdsee schimmern im Schein der Stirnlampe in außergewöhnlichen Farben.
Anreise und ZustiegEine spannende historische Notiz: Entdeckt wurde die Höhle 1936 von Władysław Gorycki, und die Erkundung dauert bis heute an — ein Färbungsversuch im Jahr 1986 bestätigte eine hydrologische Verbindung zwischen den Siphons der Höhle und der Eismeerquelle.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)