Die Bergwiese bei Háj gehört zu den letzten erhaltenen typischen Bergwiesen des Erzgebirges - ein stilles Naturschutzgebiet, in dem seltene Orchideen und fleischfressende Pflanzen auf torfigem Boden gedeihen. Ein lohnendes Ziel für alle, die Botanik, Ruhe und ursprüngliche Berglandschaft schätzen.
Das Gebiet gliedert sich in drei charakteristische Lebensräume: Borstgrasrasen bedecken etwa die Hälfte der Fläche, Feuchtgebiete und Moore ein Drittel, im Süden wächst montaner Fichtenwald. Verstreut finden sich die Ruinen der untergegangenen Siedlung Königsmühle, ein zugewachsener Mühlgraben sowie ein tief eingeschnittener Hohlweg. Im Frühling und Sommer verwandelt sich die Wiese in ein Blütenmeer, im Herbst dominieren goldene Gräser, und im Winter liegt hier der typische tiefe Schnee des Erzgebirges.
AnreiseInteressant: In den 1970er und 80er Jahren scheiterte hier der Versuch, Blaufichten und Latschenkiefern anzupflanzen, und die Begradigung eines Bachs ließ die Wiese fast austrocknen - heute sorgen gezielte Mäharbeiten dafür, dass dieser seltene Lebensraum erhalten bleibt.