Der Große Spitzberg (965 m ü. NHN), auf Tschechisch Velký Špičák, ist einer der markantesten Gipfel im tschechischen Teil des Erzgebirges — ein kahler, spitzer Kegel, der weithin sichtbar über den Gebirgskamm aufragt. Ein hölzernes Gipfelkreuz markiert den höchsten Punkt, und das Rundum-Panorama gehört zu den schönsten im gesamten Erzgebirge.
Das Besondere am Großen Spitzberg ist sein fast baumloses Gipfelplateau von knapp 100 Metern Länge, das freie Sicht in alle Himmelsrichtungen bietet. Nach Norden grüßen die sächsischen Gipfel Scheibenberg und Bärenstein, nach Osten glitzert der Přísečnice-Stausee, nach Westen dominiert der Keilberg (Klínovec) als höchster Gipfel des Erzgebirges den Horizont — und bei klarem Wetter ist sogar der Fichtelberg zu erkennen. Die bewaldeten Hänge im unteren Bereich sorgen für einen angenehmen Aufstieg, während der offene Gipfel mit Weite und Licht belohnt. Besonders schön ist der Berg im Herbst, wenn sich das Umland golden färbt.
Aufstieg zum GipfelDer markante Kegelgipfel verdankt seine Form seiner Geologie: Der Gipfelfels besteht aus Nephelinit, einem dem Basalt ähnlichen Vulkangestein, das der Erosion weit besser widerstand als das Umgebungsgestein und deshalb heute so eindrucksvoll über das Erzgebirge aufsteigt.