Der Kupferhübel — tschechisch Mědník — ist mit 910 m einer der markantesten Gipfel des Erzgebirges und weithin sichtbare Landmarke über dem Egertal. Fast tausend Jahre Bergbaugeschichte, zwei historische Kapellen und ein beeindruckendes Rundpanorama machen ihn zu einem Ausflugsziel, das weit mehr zu bieten hat als eine gewöhnliche Wanderung.
Der Hügel verdankt seine auffällige Form einem harten Skarnkörper, der der Erosion widerstand, während die umgebenden Glimmerschiefer längst abgetragen wurden. Bei gutem Wetter reicht der Blick vom Gipfel westwärts zu Keilberg (Klínovec) und Fichtelberg, nordwärts zum Stausee Přísečnice und Großem Spitzberg (Velký Špičák), und südwärts über das Egertal zu den Duppauer Bergen. Im Sommer sind die Hänge grün und ruhig, im Herbst leuchten die Wälder in satten Farben, im Winter steht der schneebedeckte Kupferhübel als weißer Orientierungspunkt über der Tiefebene.
AufstiegsmöglichkeitenDass der Bergbau am Kupferhübel — mit Unterbrechungen — bis ins Jahr 1992 betrieben wurde, macht diesen Gipfel zu einem der wenigen Orte in Mitteleuropa, wo die Last von fast sechs Jahrhunderten Untertagebau noch spürbar in der Landschaft nachhallt.