Das Pflockseetal, slowakisch Kolová dolina, ist eines der ursprünglichsten und unberührtesten Seitentäler der Slowakischen Tatra. Etwa 2,5 km lang und fernab der touristischen Hauptwege gelegen, beeindruckt es mit dichtem Bergwald, ausgedehnten Latschenkiefernfeldern und dem stillen Kolové pleso — dem größten See im gesamten Javorová-dolina-System.
Das Tal gliedert sich klar in eine bewaldete Unterzone und eine von Latschenkiefern geprägte Mittelzone. Auf 1.565 m Höhe liegt der Kolové pleso, ein rund 1,7 Hektar großer Bergsee, der dem Tal seinen Namen gegeben hat. Im oberen Teil teilt ein kurzer Grat das Tal in zwei kleine Kessel. Die umliegenden Grate von Jahňací štít bis Kolový štít bilden eine imposante Kulisse, die besonders im Frühsommer und Herbst beeindruckend wirkt.
Anreise und ZugangDas Tal blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Bereits im 16. Jahrhundert wurde es von Bewohnern der umliegenden Dörfer zur Viehweide genutzt, und Kupfer- sowie Silberbergwerke waren bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb. Im Jahr 1751 bereiste eine kaiserliche Kommission zur Erforschung der Tatra — darunter Jakob Buchholtz — dieses abgelegene Tal.