Die Bobří soutěska ist eine stille Schlucht im Böhmischen Mittelgebirge, die der Bobří-Bach über Jahrtausende in den Basaltuntergrund gegraben hat. Hier erwarten Besucher zwei Wasserfälle und eine urwüchsige Waldlandschaft fernab vom Trubel.
Die Schlucht ist schmal und schattig, dicht bewaldet, sodass es hier selbst im Sommer angenehm kühl bleibt. Der kleinere, schäumende Wasserfall entspringt einer Felsspalte im Basaltgestein unterhalb der Ruinen der ehemaligen Teufelsmühle (Čertův mlýn) - nur 2 Meter hoch und 4 Meter breit. Etwas weiter liegt ein zweiter, höherer Wasserfall mit 6 Metern Fallhöhe, wenn auch mit weniger Wasserkraft. Im Frühling führt der Bach am meisten Wasser, im Herbst leuchtet der Wald in bunten Farben, im Winter können die Pfade rutschig und tückisch sein.
Anreise
Praktische Informationen
In den 1860er-Jahren versuchte man am Hang oberhalb des Bachs, Braunkohle abzubauen, doch der Stollen erwies sich als unrentabel und stürzte bald ein — heute erinnert nichts mehr daran, und die Schlucht bleibt ein unberührtes Stück Wildnis.