Der Schanzberg ist eine bescheidene, aber reizvolle Erhebung der Östlichen Oberlausitz mit knapp 408 Metern Höhe. Ein perfektes Ziel für alle, die ruhige Wanderungen abseits des Trubels lieben und dabei gerne auf kleine geschichtliche Spuren stoßen.
Der Berg liegt in einer friedlichen, ländlichen Ecke Sachsens, etwa zwei Kilometer sowohl von Oberseifersdorf als auch von Wittgendorf entfernt. Die Umgebung zeigt die typische Oberlausitzer Landschaft — sanfte Hügel, Felder und Mischwald, die viel Ruhe bieten. Im Sommer ist der Gipfel in sattes Grün gehüllt, im Herbst schmücken sich die umliegenden Wälder mit warmen Farben. Auf dem Gipfel steht eine Granitsäule aus dem Jahr 1865, ein Überbleibsel der Königlich-Sächsischen Triangulation, die zwischen 1862 und 1890 durchgeführt wurde — ein schönes Detail für Freunde der Kartografiegeschichte. Unterhalb des Gipfels, im Südosten, liegt ein aufgegebener Steinbruch, heute vollständig überwuchert von Holunder-, Brombeer-, Himbeer- und Heckenrosengebüschen — ein wildromantischer Winkel voller Leben. Auf dem Schanzberg stehen inzwischen vier Windkraftanlagen, die dem Landschaftsbild eine moderne Note verleihen.
Wie man zum Gipfel kommt
Der Schanzberg ist ein Ort, an dem Geschichte auf Natur trifft — die alte Vermessungssäule und der zugewachsene Steinbruch voller Wildgehölze erzählen von einer Zeit, als diese Hügel Schritt für Schritt vermessen wurden.