Tief in den Wäldern des Erzgebirges liegen die Ruinen einer Kalkbrennerei aus der Mitte des 19. Jahrhunderts — eines der eindrucksvollsten Industriedenkmäler der Region. Zwei steinerne Ofentürme, heute gesichert und teilweise wiederaufgebaut, ragen aus dem Wald wie eine vergessene Festung.
Direkt neben der Anlage liegt ein alter Steinbruch, in dem einst kalkig-dolomitischer Marmor abgebaut wurde. Der umgebende Wald verleiht dem Ort zu jeder Jahreszeit eine besondere Atmosphäre — nebelverhangen im Herbst, still und eindrucksvoll unter Schnee im Winter, saftig grün im Sommer. Der Spaziergang durch den Mischwald ist leicht und ruhig, ideal für Liebhaber von Industriegeschichte oder alle, die eine stille Ecke des Erzgebirges abseits der Menschenmassen suchen.
Anreise2004 stürzte einer der Öfen ein, doch eine umfassende Sanierung für 6,6 Millionen Kronen wurde 2019 abgeschlossen und machte die Ruine erstmals für Besucher zugänglich.