Die Ruine der Burg Kyšperk - auch Geiersberg oder Supí hora genannt - verbirgt sich auf einem schmalen Bergrücken über Unčín im Erzgebirge. Hier findet, wer authentische, von der Natur zurückgewonnene Ruinen sucht statt polierter Touristenattraktionen.
Auf einem Ausläufer des Supí hora in etwa 450 Metern Höhe gelegen, lässt sich die dreiteilige Anlage der Burg noch im Gelände ablesen. Ein breiter Graben, die Überreste eines viereckigen Torturms, Mauerreste der Vorburg und Spuren des großen Wohnturms, den Erzbischof Jan von Jenstein errichten ließ, zeugen von einem Ort, der Brände, Hussitenbelagerungen und Jahrhunderte des Verfalls überstanden hat. Im Frühling und Herbst, wenn das Laub lichter wird, öffnen sich die schönsten Ausblicke auf die umliegenden Hügel des Erzgebirges, und die Stille des Ortes lässt die Geschichte spürbar werden - ganz ohne Touristenmassen.
Anreise
Praktische Hinweise
Nach der Niederlage der Truppen der Katharina von Meißen in der Schlacht bei Ústí nad Labem 1426 sollen in der Nähe der Burg rund dreihundert fliehende Soldaten - erschöpft von Hitze und Verwundungen - beim Versuch, den Pass bei Kyšperk und Krupka zu durchqueren, umgekommen sein.