Kaltenštejn ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Burgruinen Schlesiens — nie zum Schloss umgebaut, steht sie heute noch als authentisches Zeugnis des 13. Jahrhunderts auf einem einsamen Hügel bei Černá Voda im Landkreis Jeseník. Der runde Bergfried, der noch auf etwa 20 Meter Höhe erhalten ist, zieht allein schon den Blick auf sich und macht den Ausflug lohnenswert.
Der Hügel hat eine natürlich kegelförmige Kuppe — so ideal als Verteidigungsposition, dass man nie einen Graben anlegen musste. Die Umgebung ist ruhig und ländlich, geprägt von den Wäldern und Wiesen des Altvatergebirge-Vorlandes. Im Sommer leuchtet alles in satten Grüntönen, im Herbst hüllen sich die Hänge in Gold und Rost, und selbst im Winter haben die schneebedeckten Ruinen einen romantischen Reiz.
Anreise
Praktische Informationen
Interessant ist die Geschichte des Endes der Burg: Anfang des 16. Jahrhunderts ließ Bischof Johann IV. Roth sie gegen den Willen des Breslauer Domkapitels abreißen, und das Baumaterial soll für den Umbau der benachbarten Burg Jánský Vrch verwendet worden sein — Kaltenštejn lebt also gewissermaßen in seinem Nachbarn weiter.