Der Šerák (1.351 m ü. d. M.), historisch auch als Hochschar bekannt, ist einer der eindrucksvollsten Gipfel des Hohen Gesenkes (Hrubý Jeseník) — ein Berg, der auf der alten Grenze zwischen Mähren und Schlesien thront und von dichten Fichtenwäldern sowie ausgedehnten Latschenfeldern umgeben ist. Wer hier wandert, spürt die ursprüngliche Wildheit der Ostsudeten und findet eine Ruhe, die in bekannteren Gebirgen längst verloren gegangen ist.
Die Landschaft rund um den Šerák wandelt sich mit den Jahreszeiten: sattes Grün und duftende Waldwege im Sommer, ein Farbenmeer aus Heidelbeeren und Laubgehölzen im Herbst, und im Winter eine mächtige Schneedecke, die zusammen mit dem nahen Sessellift und der Skipiste auch Wintersportler anzieht. Die Hänge sind abwechslungsreich und teils steil — eine detaillierte Karte ist sehr empfehlenswert, da viele Wege nicht markiert sind.
Aufstieg zum GipfelDie Chata Jiřího wurde 1888 vom Mährisch-Schlesischen Sudetengebirgsverein erbaut und nach Kardinal Georg Kopp benannt, der das Gelände zur Verfügung stellte — ein historisches Detail, das diesem Ort seinen ganz eigenen Charakter verleiht.