Der Keprník (1423 m ü. M.) ist der fünfthöchste Gipfel des Hohen Gesenkes (Hrubý Jeseník) und einer der markantesten Aussichtspunkte der Ostsudeten. Seine freigestellte Felsenkrone thront über einer weitläufigen subalpinen Hochfläche und ist aus weiter Ferne zu erkennen — ein einladender Anziehungspunkt für Wanderer aus der ganzen Region.
Oberhalb von etwa 1300–1390 m öffnet sich die Landschaft zu breiten Bergwiesen und Latschenkiefernfeldern; die unteren Hänge sind von dichten Fichtenwäldern bedeckt, die sich stellenweise zu Misch- und Laubwald auflockern. Das Klima auf dem Gipfel ist rau: Schnee liegt im Durchschnitt 180 Tage im Jahr, die mittlere Jahrestemperatur beträgt nur 2,2°C. Bei guter Sicht reicht das Panorama vom Riesengebirge mit der Schneekoppe über das Glatzer Schneegebirge und die Beskiden bis zur Kleinen Fatra und sogar zu den slowakischen Tatra.
AufstiegsmöglichkeitenAuf dem Felsengipfel steht ein kleines steinernes Denkmal — der sogenannte Kámen — mit eingravierten Richtungslinien zu den umliegenden Bergen. Ein stilles Relikt aus alten Zeiten, das bis heute die Orientierung auf dem weitläufigen Gipfelplateau erleichtert.