Horní Libchava ist ein Renaissanceschloss nahe Česká Lípa, das über drei Jahrhunderte dem Malteserorden gehörte und heute sowohl dunkle Kriegsgeheimnisse als auch ein fröhliches Märchentheater für Kinder verbirgt. Ein Ort, an dem sich Geschichte und lokale Legenden über einen Teufel verweben, der einen bösen Verwalter entführte.
Das zweistöckige Schloss mit gestuften Giebeln und zwei viergeschossigen Türmen steht über dem Bach Šporka, umgeben von einem historischen Park, den bereits im 16. Jahrhundert der Schlossgründer Heinrich von Wartenberg anlegen ließ. Im Sommer lädt der Park zu Spaziergängen unter alten Bäumen ein — darunter eine amerikanische Linde und eine Trauer-Esche — während der Winterschnee die markante Silhouette des Gebäudes betont. Das Schloss hat viel erlebt: vom Archiv des Malteserordens bis zu geheimen SS-Akten, die 1943 aus Berlin hierher gebracht wurden.
Anreise
Praktische Informationen
Der Legende nach entführte der Teufel einst den bösen, gottlosen Verwalter des Schlosses durch das Dach — und an dieser Stelle bleibt bis heute selbst im tiefsten Winter kein Schnee liegen.