Der Ortelsberg ist ein markanter Phonolithberg im Zwickauer Hügelland, der sich rund 250 Meter über seine Umgebung erhebt. Auf seinem Gipfel wartet ein Felsaussichtspunkt und eine geologisch faszinierende Geschichte, ergänzt durch düstere Legenden, die diesen Berg zu etwas Besonderem machen.
Der Berg entstand als phonolithischer Lakkolith — laut aktuellen geologischen Erkenntnissen eher ein Lavadom — der sich aus den umgebenden Kreidesandsteinen herausbildete. An der Südflanke ragen steile Felsen mit ausgeprägter Plattenklüftung auf, während der Hang unterhalb des Gipfels von Phonolithschutt mit Säulen- und Plattenbruchstücken bedeckt ist. Der Wald an den Hängen besteht überwiegend aus Buchen, im Schatten derer einige wärmeliebende Pflanzenarten gedeihen; an der Südostflanke hat sich ein Relikt eines alten Eichenurwaldes erhalten. Im Winter, wenn die Bäume kahl sind, öffnet sich vom Gipfel ein Ausblick vor allem nach Süden und Südwesten, und von einigen Waldlichtungen am Hang sind sogar der Klíč und der Jezevčí vrch zu erkennen.
Wie man zum Gipfel kommtDer Überlieferung zufolge stand einst auf oder am Gipfel des Ortelsbergs die Richtstätte der Stadt Cvikov, und Psychotroniker behaupten, der Berg strahle besonders negative Energie aus — sein Schuttgipfel soll bereits in prähistorischer Zeit künstlich aufgeschüttet worden sein, um eine Höhle oder einen Opferschacht im Inneren des Berges zu verbergen.