Die Burgruine Hassenstein thront auf einem ovalen Felsrücken auf der böhmischen Seite des Erzgebirges, nur einen Kilometer vom Dorf Místo entfernt. Gotische Palastreste, eine Kapelle mit Kreuzrippengewölbe und ein Bergfried, der heute als Aussichtsturm dient, machen diesen Ort zu einem der eindrucksvollsten mittelalterlichen Ausflugsziele Nordwestböhmens.
Die Anlage liegt hoch über dem steilen Tal des Prunéřov-Baches, eingebettet in die Wälder des Erzgebirges. Im Frühling bedecken sich die Hänge mit frischem Grün, im Sommer spenden die alten Mauern angenehmen Schatten, und im Herbst leuchten die Wälder in warmen Goldtönen — ein Genuss zu jeder Jahreszeit. Besonders lohnenswert ist ein Abstieg in die weitläufigen Gewölbekeller unter dem Burghof sowie der Besuch der spätgotischen Vorwerksbastei, die frei zugänglich ist.
Anreise und Zustieg
Praktische Hinweise
Um 1500 war Hassenstein eines der bedeutenden Zentren des böhmischen Humanismus — Bohuslav Hassenstein von Lobkowitz legte hier eine der größten Privatbibliotheken des Königreichs Böhmen an. Im Jahr 1810 besuchte Johann Wolfgang Goethe die Burg, woran eine Gedenktafel am Gasthaus erinnert.