Wer Zakopane, die Tatra und die Hochlandkultur des Podhale wirklich verstehen möchte, sollte seinen Besuch hier beginnen. Das Hauptgebäude des Tatra-Museums an der Krupówki 10 gehört zu den ältesten Museen Polens — und das Gebäude selbst ist bereits eine Sehenswürdigkeit: Es ist eine der wenigen gemauerten Realisierungen im sogenannten 'Zakopaner Stil', entworfen von Stanisław Witkiewicz gemeinsam mit Franciszek Mączyński.
Die markante Architektur, die an die traditionelle Hochlandsbauweise angelehnt ist, stimmt einen schon vor dem Eingang auf das Thema ein. Im Inneren erwartet euch eine 2023 neu gestaltete Dauerausstellung, die Naturgeschichte, Ethnografie und die Geschichte der Tatra auf lebendige Weise verbindet. Ihr könnt Mineralien und Gesteine der Tatra bewundern, die Höhenstufenzonierung der Tatrapflanzen kennenlernen, eine Faunasammlung mit rund 230 Arten entdecken und euch in die materielle Kultur der Bergbauern vertiefen — Geräte, Trachten, Volkskunst und Skulptur. Hinter dem Hauptgebäude befindet sich ein Alpinum des Instituts für Naturschutz der Polnischen Akademie der Wissenschaften, das zur Blütezeit besonders lohnenswert ist.
AnreiseDas Museum wurde 1889 als Bürgerinitiative gegründet, und seine ersten Sammlungen wurden persönlich von Dr. Tytus Chałubiński gestiftet — dem Arzt und Visionär, der Zakopane buchstäblich für die Welt 'entdeckte'.