Die Burgruine Egerberg thront auf einem markanten Felsvorsprung des Schwarzen Berges am Rand des Duppauer Gebirges, auf 548 Metern Höhe über dem Dorf Lestkov bei Kaaden. Wer hier heraufsteigt, taucht in eine der stimmungsvollsten Ruinenlandschaften Nordböhmens ein — mit beeindruckenden Mauerresten und einem Hauch vergessener Ritterzeit.
Besonders beeindruckend ist der Hauptpalast, der fast in voller Höhe erhalten geblieben ist. An seiner Außenwand lässt sich noch heute der Abdruck einer kleinen Erkerkapelle mit Rippengewölbe erahnen. Das Gemäuer erzählt von einer wechselvollen Geschichte: Im späten 14. Jahrhundert wurde die Burg aufwendig zur repräsentativen Adelsresidenz umgebaut, am Ende des 15. Jahrhunderts wurden die Wände des Rundturms drastisch verstärkt, um ihn beschussfest zu machen. Im Herbst und Frühling zieht Nebel durch die Bäume und verleiht der Ruine eine fast mystische Atmosphäre; im Sommer bietet der Felssporn schöne Ausblicke ins Duppauer Hügelland.
Anreise und ZugangWissenswertes: Der Name 'Egerberg' leitet sich vom deutschen Namen des Flusses Eger (Ohře) ab. Den größten Ausbau verdankt die Burg Jindřich Škopek von Dubá, einem engen Berater König Wenzels IV. — was erklärt, warum selbst die Ruine noch einen gewissen Glanz vergangener Repräsentation ausstrahlt.