Schloss Děčín thront auf einem markanten Sandsteinfelsen über dem Zusammenfluss von Elbe und Ploučnice und gehört zu den beeindruckendsten historischen Anlagen Nordböhmens. Sieben Jahrhunderte wechselvoller Geschichte, prachtvolle Barockgärten und eine erstaunliche Verbindung zu Frédéric Chopin machen diesen Ort zu einem ganz besonderen Reiseziel.
Von den Terrassen des Schlosses genießt man einen weiten Blick über das Elbtal und die bewaldeten Sandsteinfelsen der Böhmischen Schweiz. Das Ensemble wirkt zu jeder Jahreszeit reizvoll: Im Frühsommer blüht der Rosengarten in voller Pracht, im Sommer spenden schattige Alleen angenehme Kühle, und im Herbst taucht das goldene Licht die Felsen und Gärten in eine besondere Stimmung. Das architektonische Herzstück ist die sogenannte 'Dlouhá jízda' — eine 270 Meter lange und neun Meter breite Gasse, die von sieben Meter hohen Mauern mit Blendarkaden gesäumt wird und das Schloss mit der Stadt verbindet.
AnreiseIm Jahr 1835 weilte Frédéric Chopin im Schloss und komponierte seinen Walzer As-Dur op. 34 — den sogenannten 'Děčíner Walzer' — den er der Komtesse Josefína von Thun-Hohenstein widmete. Diese romantische Episode verleiht dem Schloss bis heute einen ganz besonderen Zauber.