Das Obere Koprovajoch (2148 m) ist einer der lohnendsten Übergänge in der Hohen Tatra — ein grasiges Joch zwischen der Koprová-Kuppe und den Koprovice-Spitzen, das zwei großartige Täler miteinander verbindet. Wer einen echten Hochgebirgsübergang sucht, der dennoch gut begehbar ist, wird hier genau das finden.
Das Gelände ist für Tatra-Verhältnisse vergleichsweise sanft: Sowohl der westliche Hang ins Hlinska-Tal als auch der östliche Hang ins kleine Szatania-Tal sind grasig und mäßig geneigt. Im Sommer liegt das Joch inmitten saftiger Almwiesen mit weiten Ausblicken auf die umliegenden Kämme; im Herbst färben sich die Hänge golden; im Winter wird es zum Ziel für Skitourengeher und erfahrene Bergsteiger. Das Gefühl, auf einer echten Wasserscheide zwischen der polnischen und der slowakischen Seite der Tatra zu stehen, macht jeden Schritt lohnenswert.
So erreicht man den AussichtspunktVor dem Zweiten Weltkrieg war das Obere Koprovajoch Teil einer der wichtigsten Verbindungsrouten zwischen Zakopane und der Slowakischen Tatra bis hin zum Štrbské Pleso. Diese historische Durchgangsroute existiert heute nicht mehr vollständig, doch das Joch selbst hat nichts von seiner besonderen Atmosphäre verloren.