Das Chałubiński-Tor ist ein enger, wilder Gebirgspass auf 2022 m ü. NN im Hauptkamm der Tatra — ein Ort, an dem man das Gefühl hat, buchstäblich auf dem Rückgrat des Gebirges zu stehen, mit zwei völlig verschiedenen Welten auf beiden Seiten. Im Norden fällt die polnische Dolina za Mnichem ab, im Süden die slowakische Piarżysta-Tal. Die Aussichten, die Stille und der raue alpine Charakter hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
Eingeklemmt zwischen Kopa nad Wrotami (2075 m) und Szpiglasowy Wierch bietet der Pass weite Blicke auf die umliegenden Gipfel und tief eingeschnittene Täler. Das Gelände ist felsig und schuttreich, die Atmosphäre unberührt und wild. Im Sommer blühen hier seltene Pflanzen, die in Polen fast ausschließlich in der Tatra vorkommen, darunter Tatra-Rispengras, Karpaten-Ruhrkraut und Tatra-Pfennigkraut. Im Herbst erzeugen Nebelschwaden in den Tälern stimmungsvolle Fotografien. Im Winter ist der Pass nur für erfahrene Berggeher zugänglich.
So erreichen Sie den AussichtspunktDer Pass wurde zu Ehren von Tytus Chałubiński umbenannt — einem Arzt und leidenschaftlichen Förderer der Tatra, der 1889 verstarb. Der alte Name lautete 'Zawracik'; der Weg wurde 1889–1890 ausgebaut und nach jahrelanger Sperrung erst 1972 wieder geöffnet.