Der Legionärspass ist ein stiller, abgelegener Übergang in den Ukrainischen Karpaten, der Geschichte und wilde Berglandschaft auf faszinierende Weise vereint. Auf 1110 m Höhe gelegen, markiert er die Grenze zwischen den Regionen Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien — ein Ort, der nur wenige Besucher kennt und gerade deshalb seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat.
Eingebettet in das Gorgany-Gebirge, flankiert vom Gipfel Tawpyschyrka (1503 m) im Norden und dem Pantyr (1225 m) im Süden, ist der Pass von dichten Tannen- und Buchenwäldern umgeben, die das typisch karpatische Bild prägen. Im Sommer leuchtet das Grün satt und intensiv, im Herbst verwandeln sich die Hänge in ein Farbenspiel aus Gold und Rot. Im Winter ist der Pass komplett unpassierbar — Schnee und Eis schneiden ihn von der Welt ab und verstärken seinen wilden, unberührten Charakter. Wer Einsamkeit und Authentizität sucht, ist hier genau richtig.
So erreicht man den PassIm November 1914 baute das 3. Infanterieregiment der Polnischen Legionen — damals Teil der österreichisch-ungarischen Armee — die Passstraße eigenhändig, um Truppenbewegungen an die Ostfront des Ersten Weltkriegs zu beschleunigen. Seither trägt der Pass ihren Namen.