Die Owcza Przełęcz ist ein breiter, grasbewachsener Pass mitten im Żabia-Grań-Grat, direkt an der polnisch-slowakischen Grenze. Ein Ort für alle, die die wilderen, stilleren Winkel der Tatra suchen — kein markierter Wanderweg führt hierher, und das Erreichen des Passes bleibt eine echte Herausforderung für erfahrene Bergsteiger.
Der Charakter dieses Ortes ist zugleich rau und friedlich. Der breite, grasige Sattel steht im Kontrast zu den Granittürmen, die den Żabia-Grań-Grat umgeben. Nach Westen fällt die steile Owczy-Żleb-Rinne hinab zum Morskie-Oko-Kessel, während nach Osten sanfte, grasbewachsene Hänge mit vereinzelten Felsen zum Tal der Żabie-Stawy-Białczańskie abfallen. Der Name des Passes kommt nicht von ungefähr — auf der Westseite wurden lange Schafe geweidet, und der Übergang diente Hirten und Ziegenhirten seit jeher als bequeme Abkürzung zwischen den Tälern.
Wie man zum Aussichtspunkt gelangtDie erste dokumentierte touristische Begehung fand im Sommer 1903 statt, die erste Winterbesteigung folgte erst elf Jahre später — ein Zeugnis dafür, wie abgelegen und anspruchsvoll dieser Ort bis heute geblieben ist.