Der Okole-Pass auf 1193 m Höhe ist ein einsames, ursprüngliches Gebirgssattel in den ukrainischen Karpaten — weit abseits der touristischen Pfade und genau deshalb ein echter Geheimtipp für Liebhaber wilder Berglandschaften. Wer den Weg hierher findet, wird mit unberührter Natur und absoluter Ruhe belohnt.
Der Pass liegt an der Grenze zwischen den Rajons Tjatschew und Rachow und wird von zwei markanten Gipfeln eingerahmt: dem Bratkiwska-Berg (1788 m) im Gorgany-Massiv und dem Tataruka (1711 m) im Swydowez-Massiv. Die Landschaft ist rau und authentisch — weite Karpatenwiesen, dichte Wälder und eine Stille, die nur Wind und Vogelgesang unterbrechen. Im Südosten entspringt die Schwarze Theiß, im Westen erstreckt sich das Tal des Flusses Turbat mit dem Bach Hladyn. Sommer und früher Herbst verwandeln die Umgebung in ein Farbenspiel, während der Winter den Pass unpassierbar und vollständig sich selbst überlässt.
Anreise zum PassDie Täler rund um den Okole-Pass waren jahrhundertelang Weidegebiet der Huzulen, die ihre Herden auf die Hochwiesen trieben — ein Hauch dieser alten Bergkultur ist bis heute in dieser stillen Ecke der Karpaten spürbar.